Historie

Seit 1902

Die Region des südlichen Holsteins hatte rund um die Jahrhundertwende in der aufstrebenden Baumschulbranche eine Vielzahl von Neugründungen zu verzeichnen. So errichtete auch der aus Moorrege stammende Wilhelm Langeloh 1902 eine kleine Baumschule auf etwa einem Hektar Pachtland im Bereich des heutigen Standortes in Tornesch. Sieben Jahre später, im Jahr 1909 gelang es ihm, das Pachtland sowie den dazugehörigen Hof zu erwerben. Wilhelm Langeloh betrieb in den folgenden Jahrzehnten die Baumschule zusammen mit einer Nebenerwerbslandwirtschaft auf einer Fläche von insgesamt knapp 5 Hektar. Auch in den wirtschaftlich schwierigen Jahren beider Weltkriege und der Weltwirtschaftskrise der 1920er Jahren gelang es ihm, den Betrieb weiterzuführen.

Während der Kriegsjahre des Zweiten Weltkrieges verrichtete Wilhelm Langelohs Sohn Benno seinen Kriegsdienst an der Ostfront, wo er in sowjetische Gefangenschaft geriet, aus der er erst 1948 zurückkehrte. Mit seiner Rückkehr übernahm er den elterlichen Betrieb in der zweiten Generation. Die Baumschule wurde wie auch zu Zeiten seines Vaters mit einem landwirtschaftlichen Nebenerwerb geführt.

 

Nach absolvierter Gärtnerlehre bei der Baumschule Drath in Barmstedt sowie abgelegter Meisterprüfung übernahm Benno Langelohs Sohn Klaus Benno 1965 den Betrieb. Während der mehr als drei Jahrzehnte, die Klaus Benno Langeloh den Betrieb leitete, gelang es ihm mit viel Geschick, Hingabe und Fleiß die Baumschule auf einen erfolgreichen Kurs zu bringen. Die Betriebsabläufe wurden nach und nach mechanisiert und rationalisiert. Die vorhandenen Betriebsgebäude reichten bald nicht mehr aus und wurden durch neue Hallen und ein erstes Glashaus erweitert. Auch die vorhandene Produktionsfläche reichte bald nicht mehr aus und wurde sukzessive auf rund 20 Hektar erweitert. Während das Sortiment zunächst auch Koniferenveredlungen und Rosen beinhaltete, verlagerte sich der Produktionsschwerpunkt mit der Zeit auf die Aussaat von Forst- und Landschaftsgehölzen, sowie Heckenpflanzen im Freiland. Zudem kam später die Produktion von Heide und Bodendeckern im Container hinzu.

Klaus Benno Langeloh leitete die Baumschule bis zum Jahr 1998. In diesem Jahr übernahm sein Sohn Volker als alleiniger Inhaber den Betrieb, nach einigen Jahren der gemeinsamen Unternehmensführung mit seinem Vater. Volker Langeloh hatte nach seinem Abitur zunächst eine Gärtnerlehre im Kreis Pinneberg absolviert und sich anschließend dem Gartenbaustudium in Osnabrück hingegeben, das er als Dipl. Ing. für Gartenbau abschloss. Unter seiner Führung erlebte der Betrieb einen anhaltenden Aufschwung. Die Produktionsfläche wurde weiter auf knapp 30 Hektar erweitert; neue Maschinen wurden angeschafft, um effizienter und nachhaltiger wirtschaften zu können. Zudem wurde eine neue große Lager- und Sortierhalle, sowie ein befahrbares Kühlhaus gebaut. Volker Langeloh verstarb im Jahr 2012 unerwartet früh.

Seit Ende des Jahres 2019 weht frischer Wind im Betrieb. Mit Ben Langeloh als neuem Inhaber steht die 5. Generation der Familie in den Startlöchern, um mit neuen Ideen und neuen Ansätzen auch in den kommenden Jahrzehnten Pflanzen zu produzieren, die helfen, einen Beitrag für unsere Umwelt und für unser Klima zu leisten.

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